In den letzten Monaten habe ich eine Entscheidung getroffen, die sich fast schon radikal anfühlt: Ich habe meine Accounts auf TikTok und Facebook gelöscht. Kein „mal eben pausieren“, kein „Digital Detox auf Zeit“ – sondern ein bewusster, nachhaltiger Schritt.
Als Illustratorin, Bildungsexpertin und Autorin lebe ich in einer Welt, in der digitale Sichtbarkeit wichtig ist. Aber genauso wichtig ist es, dass die Kanäle, auf denen ich sichtbar bin, zu meiner Arbeit, meiner Haltung und meinem Publikum passen.
Warum TikTok und Facebook nicht mehr zu mir passen
1. Die Energiefrage:
TikTok ist laut, schnell, überladen. Der kreative Austausch, den ich dort suchte, ging oft in einem Strom aus Trends und Algorithmen verloren. Statt Inspiration fand ich mich immer häufiger in einem Strudel aus Reizüberflutung.
2. Die Qualitätsfrage:
Facebook ist für mich ein Netzwerk aus einer anderen Zeit geworden. Die Inhalte wiederholen sich, die Reichweite ist begrenzt, und die Diskussionskultur entspricht nicht dem respektvollen, offenen Austausch, den ich mir wünsche.
3. Die Fokusfrage:
Beide Plattformen lenkten mich von dem ab, was ich wirklich tun möchte: Bilder erschaffen, Bildung gestalten und Geschichten erzählen. Ich habe gemerkt, dass kreative Tiefe nicht in der Schnelllebigkeit wächst, sondern in konzentrierter, bewusster Kommunikation.
Warum ich mich auf LinkedIn, Instagram und Pinterest konzentriere
LinkedIn ist für mich der Ort, an dem ich mich fachlich vernetze, über Bildung, Kreativität und Lernkultur schreibe – und Menschen treffe, die wirklich etwas bewegen wollen.
Instagram bleibt mein visuelles Zuhause. Hier teile ich Skizzen, Illustrationen, kleine Geschichten – aber mit mehr Achtsamkeit und weniger Druck. Ich möchte zeigen, wie Kunst entsteht, nicht nur, wie sie aussieht.
Pinterest schließlich ist für mich ein Ort der visuellen Ruhe und Inspiration. Kein Algorithmus, der mich in Diskussionen zieht, keine Kommentarschlachten – nur Bilder, Ideen und Entwürfe, die mich wieder an das erinnern, warum ich überhaupt kreiere.
Mein Fazit
Ich möchte nicht überall sein. Ich möchte dort sein, wo echte Begegnung, Wertschätzung und Inspiration möglich sind.
Der digitale Raum kann laut sein – aber er kann auch leise, konzentriert und schön sein.
Ich habe mich entschieden, den zweiten Weg zu gehen.


