🌱 Erfolg beginnt innen – und zeigt sich im Verhalten

Vor einigen Jahren bin ich auf ein einfaches Modell von Sabine Asgodom gestoßen. Damals fand ich es nachvollziehbar. Heute, nach vielen Gesprächen, Beobachtungen und eigenen Erfahrungen rund um Verhalten, Selbstführung und Führung, erkenne ich, wie viel Tiefe eigentlich darin steckt.

Das Modell ist schlicht aufgebaut:

🌱 Basis: Selbstbild
🌱 Herz: Hingabe
🌱 Kopf: Strategie, Kreativität & Miteinander

Und gerade diese Einfachheit macht es so kraftvoll.

🌱 Das Selbstbild – unser innerer Ausgangspunkt

Neurowissenschaftlich betrachtet wirkt unser Selbstbild wie ein innerer Filter. Es entscheidet nicht nur darüber, wie wir Situationen wahrnehmen, sondern auch darüber, welche Möglichkeiten wir überhaupt sehen.

Wenn ich mir selbst vertraue, bleibe ich in stressigen Momenten eher handlungsfähig. Ich bewerte Herausforderungen anders, treffe klarere Entscheidungen und kann mich schneller regulieren. Das heißt nicht, dass alles leicht wird – aber ich gehe anders damit um.

Ein stabiles Selbstbild ist damit keine Selbstoptimierungsfloskel, sondern eine echte Grundlage für Verhalten.

🌱 Die Herzebene – Motivation durch Verbindung

Zwischen Denken und Handeln liegt unsere emotionale Beteiligung. Hingabe wird oft missverstanden – sie bedeutet nicht Aufopferung oder ständiges Funktionieren. Hingabe beschreibt vielmehr eine innere Verbindung: zur Aufgabe, zu Menschen oder zu einem Sinn.

Diese Verbindung aktiviert Motivation, Ausdauer und Lernbereitschaft. Wenn ich emotional beteiligt bin, arbeite ich nicht nur ab – ich gestalte. Ohne diese Ebene bleibt Verhalten häufig oberflächlich oder rein funktional.

Das Herz ist damit der Motor, der Energie in unser Handeln bringt.

🌱 Der Kopf – Denken mit Klarheit

Erst wenn Selbstbild und emotionale Verbindung stabil sind, kann der Kopf seine volle Stärke entfalten. Strategisches Denken, kreative Lösungen und echtes Miteinander entstehen nicht unter dauerhaftem Druck, sondern aus innerer Klarheit.

Nachhaltige Entscheidungen sind selten reine Verstandesentscheidungen. Sie verbinden Denken, Fühlen und Selbstwahrnehmung. Genau dort entsteht Handlungskompetenz.

🌱 Was bedeutet das für Führung?

Gute Führung beginnt nicht bei Methoden oder Tools, sondern bei innerer Haltung. Menschen brauchen Sicherheit, Zugehörigkeit und Orientierung. Führung kann Räume schaffen, in denen Selbstvertrauen wachsen darf, Engagement gesehen wird und Denken ausdrücklich erwünscht ist.

Es geht weniger darum, alles vorzugeben – und mehr darum, Bedingungen zu gestalten, in denen Menschen wirksam werden können.

🌱 Und für uns selbst?

Selbstführung ist eine tägliche Entscheidung:

🌱 Wie spreche ich innerlich mit mir?
🌱 Wo übernehme ich Verantwortung statt abzuwarten?
🌱 Wie bringe ich mich mit Kopf und Herz ein?

Wir prägen Kultur durch unser Verhalten – jeden Tag. Oft sind es kleine Handlungen wie Zuhören, Nachfragen, Unterstützen oder Reflektieren, die Zusammenarbeit stärker verändern als große Worte.

🌱 Ein leiser Kern

Dieses Modell erinnert mich immer wieder daran, dass Erfolg nicht durch Druck entsteht. Er wächst aus innerer Klarheit, emotionaler Verbindung und gemeinsamem Denken.

Ein einfaches Bild und doch eine starke Einladung:
mehr Selbstführung, mehr Menschlichkeit, mehr echtes Miteinander.

Illustration einer dreistufigen Pyramide mit dem Titel „Sweet Success“: Unten die gelbe Basis „Selbstbild“, darüber die rote Ebene „Hingabe“ mit Herzsymbol und oben die blaue Spitze „Strategie – Kopf“ mit einer Figur und leuchtender Glühbirne. Quelle: Sabine Asgodom.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert